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Über: Das Projekt

Brich das Muster ist eine gestalterische Kampagne im Kontext einer Bachelorarbeit im Studiengang Marken- und Kommunikationsdesign. Gegenstand des Projekts ist die Frage, wie digitale Interface-Gestaltung Aufmerksamkeit strukturiert und Verhalten beeinflusst. Im Zentrum stehen wiederkehrende Gestaltungsmechanismen, die Nutzung intensivieren können, indem sie Reaktionsbereitschaft erhöhen, Unterbrechungen reduzieren und wiederholte Interaktion wahrscheinlicher machen.

Das Projekt untersucht diese Mechanismen aus einer kommunikationsgestalterischen Perspektive und übersetzt sie in eine nachvollziehbare Dramaturgie. Reiz, Ruhe und Reflexion fungieren als drei analytisch und gestalterisch getrennte Ebenen. Reiz macht Verdichtung, Impulslogik und Aufmerksamkeitsbindung als erfahrbaren Zustand sichtbar. Ruhe bildet einen Gegenentwurf, der mit Reduktion, Vorhersehbarkeit, Lesbarkeit und Orientierung arbeitet. Reflexion erweitert die Betrachtung um die Ebene der Selbstbeobachtung und ermöglicht eine Einordnung des eigenen Nutzungsverhaltens zwischen Entscheidung und automatisierter Reaktion.

Methodisch verbindet die Kampagne Analyse, Gestaltung und Vermittlung. Website, Booklets, Kalender und Soundscapes sind als zusammenhängendes System konzipiert, das Erkenntnis nicht nur argumentativ, sondern auch über Wahrnehmung und Erfahrung zugänglich macht. Ziel ist die Förderung von Bewusstsein für gestaltete Aufmerksamkeitslenkung sowie die Stärkung eines selbstbestimmteren Umgangs mit digitalen Systemen, ohne digitale Nutzung grundsätzlich zu moralisieren oder zu verwerfen.

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